Ursina Leutenegger

Die Arbeit wxyz befasst sich mit dem Raum und seinem spielerischen Potential. Gewohnte und neue Sichtweisen werden eprobt. In der Schwebe, ständig im Dazwischen zeigen sich Ansätze neuer Räume, die sich jedoch der Begehung entziehen. Unser sorgfältig konstruiertes Raumverständnis wird durch die Unmöglichkeiten, die sich hier zeigen, in Frage gestellt. In feinen Linien an der Wand wird der Raum spielerisch erkundet, das selbstverständliche Unten und Oben aufgelöst im Bild des Teppichs. Sowohl Wirkliches als auch Mögliches spielen hier wie Schichten der perspektivischen Wahrnehmung zusammen. 

 

Velourdruck 220cm x 250cm, Graphit auf Wand, Zeitung
Ausstellungsansichten im Bau 745, Emmenbrücke, 2017

Die Arbeit possibilities in space ist eine Werkreihe, zu der immer wieder neue Serien hinzukommen. Eine Arbeit über Welten und Scheinwelten, in jeder der einzelnen Serien geht es um die Realität und deren Interpretation. Es wird visuell manipuliert und gefälscht, Kräfte werden gemessen und ausgewertet und Metamorphosen durchlaufen, die Möglichkeiten der Fotografie ausgelotet und deren Wahrheitsanspruch hinterfragt. Kartografie und Vermessungstechniken werden untersucht und imitiert, eine Sammlung von Instrumenten entsteht. 

 

Bleistift, Acrylfarbe, Holz, Tusche, Karton, Holzleisten, digitale Collage, Fotografie, ab 2015

Eine Form wird aus dem Styroporblock hervorgeholt. Es entsteht über mehrere Tage ein Abbild meines Kopfkissens mit den Falten, die mein Kopf dort zurückgelassen hat. Die Skulptur wird im Lötschental zu einem versteckten Bergsee ohne Namen getragen und dort schwimmen gelassen. 

 

Polystyrol, 200 x 150 x 50 cm, Super8 Film, 2' 30"
Lötschental, Performance, 6h, 2012


Lötschental, Super8 Film 2' 30"

Das Gehen ist ein Akt der physischen und gedanklichen Erschliessung des Raumes, um die Landschaft direkt zu erleben und begreifen. In Spatium wird der Raum der Gemeinde Emmen (LU) in sogenannten Walking and Standing Performances durchmessen. Der Körper fungiert dabei als ein Messinstrument der Gegenwart. Das Bild einer Landschaft und die Begehung einer solchen sind zwei grundsätzlich verschiedene Dinge, und diese zwei prallen in dieser Arbeit immer wieder zusammen, denn sie tragen in sich den Widerspruch von Stillstand und Bewegung, von Überblick und Erleben. 

 

Begehbare Videoinstallation
Filmstills und Ausstellungsansichten der Installation im Bau 745, 2016, Emmenbrücke 

Eine konzeptuelle Arbeit in den Berner Alpen. 

 

Walking Performance, analoge Fotografie, 2013

Nachdem die Kaktusknospe in den Gips gesetzt wurde, wuchsen von der Restfeuchtigkeit im trocknenden Gips die Triebe heraus.

 

Gips und Kakteenknospe, Gips und Stacheln von Kaktus, 2015

Bild der Ausstellungspublikation WIR SIND DA, 2016

Eine unterirdische Verbindung zwischen Stadtgalerie und dem
Schwob-Haus. 17.08.— 23.09.2017, Stadtgalerie Bern.
Zusammenarbeit mit Lea-Nina Fischer

 

Beton, Splitt, Gusseisen, Audio / Erde, Gras, Gusseisen

Ausstelungsansichten der Installation in der Gruppenausstellung "Open House Schwob-Haus c/o Stadtgalerie", Stadtgalerie, 2017 © David Aebi

Spatium

Lötschental

Ζυgang 46°57‘01.1“Ν 7°26‘38.2“Ε

Ζυgang 46°57‘02.7“Ν 7°26‘00.5“Ε

17 Hütten, 14107 Höhenmeter, 365 Tage 

wxyz

Opuntien

possibilities in space (work in progress)